Torben Kuhlmann: Autor der Mäuseabenteuer

TORBEN KUHLMANN

lebt und arbeitet als freiberuflicher Kinderbuchautor und Illustrator in Hamburg. Dort studierte er Illustration und Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Das Studium schloss er 2012 mit dem Bilderbuch »Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus« ab. Das Buch erschien bald darauf im NordSüd Verlag. »Lindbergh« wurde in kürzester Zeit zum Bestseller, ebenso die Mäuseabenteuer »Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond« und »Edison – Das Rätsel des verschollenen Mauseschatzes«.

Die Bücher dieser Reihe sind mittlerweile in über 30 Sprachen übersetzt. Das neueste Abenteuer »Einstein – Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit«, das Torben Kuhlmann wieder mit Aquarellfarben und Zeichenstift in Szene gesetzt hat, verschiebt nun die Grenze in Richtung Science Fiction, inspiriert von den großen Autorinnen und Autoren dieses Genres.

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SAG MAL, Torben …

Wie bist du auf Einstein gekommen?

Am Anfang eines jeden Buches steht zunächst die Idee zu einem Mäuseabenteuer. Tatsächlich folgt die Einbeziehung einer realen Person wie Albert Einstein immer erst im nächsten Schritt. Spätestens seit ich mich vor einiger Zeit etwas genauer mit dem Roman »Die Zeitmaschine« von H.G. Wells beschäftigt hatte, brodelten erste Ideen für ein eigenes Zeitreise-Abenteuer vor sich hin.

Und da hatte ich plötzlich den entscheidenden Einfall: Nach dem Erscheinen von Wells’ Buch 1895 dauerte es bis zu Einsteins revolutionärer Relativitätstheorie nicht mehr lange. Zeit war nun offiziell relativ. Wäre es da nicht naheliegend, eine zeitreisende Maus mit dieser bahnbrechenden Entdeckung zusammenzubringen? Ganz nebenbei kam die Geschichte so auch zu ihrem Namens- patron »Einstein«, der dann ja auch eine sehr prominente Rolle im Buch spielen sollte.

Torben Kuhlmann Mäuseabenteuer Maus

Was fasziniert dich am Thema Zeit?

Zeit ist schon eine eigenartige Sache. Nicht nur, weil sie in der eigenen Wahrnehmung manchmal rennt und dann wieder stillzustehen scheint, sondern weil wir seit Einstein wissen, dass Zeit tatsächlich relativ ist. Abhängig von der Geschwindigkeit oder dem Abstand zur Erde verändert sich der Lauf der eigenen Uhr minimal. Da war es nur logisch, dass sich einmal eine meiner Mäuse dieser Relativität annimmt. Geschichten über Zeit und Zeitreisen bieten zudem tolle erzählerische Möglichkeiten, werfen Fragen über das Schicksal auf und führen uns an den Rand der Logik. Und da wird es erst richtig interessant.

Was würdest du Albert Einstein fragen?

Ich würde ihm wahrscheinlich ganz viele dumme Fragen stellen. Aber noch mehr würde ich ihm bei diesem Treffen zeigen wollen, was wir in den vergangenen Jahr- zehnten in der Wissenschaft alles erreicht und was wir über unser Universum gelernt haben – nicht zuletzt dank seiner Vorarbeit. Ganz zum Schluss käme natürlich noch die Frage nach seinem Lieblingstier. Vielleicht eine Maus?